Indie Label Booklet 2018

monkey

By 06/02/2018 Februar 6th, 2020 No Comments

monkey

»Musik ist das Geräusch, das denkt.« (Victor Hugo) … monkey. ist eine pragmatische Veröffentlichungs-Plattform – und zugleich eines der aktivsten heimischen Indie-Labels der letzten 20 Jahre. »Kraut & Rüben«, so der Betreiber Walter Gröbchen. »Aber nur erstklassige Musik!« monkey. entstand aus der zur Jahrtausendwende gegründeten und in Berlin und Wien tätigen Kommunikations- & PR-Agentur gleichen Namens. Katalognummer 001 erschien im Jahr 2004: »Songs About Decay«, das Debütalbum der Wiener Rockband Julia.

Seither sind über 200 Tonträger veröffentlicht worden, darunter Alben von Ernst Molden, Karl Ratzer, Bauchklang, Der Nino aus Wien, Son of The Velvet Rat, Gin Ga, Naked Lunch, Sigi Maron, dem Ersten Wiener Heimorgel Orchester, Convertible (Hans Platzgumer), Tanga, Wilfried, Minisex, Hansi Lang, Das Trojanische Pferd, Bloodsucking Zombies From Outer Space, Café Drechsler, Werner Pirchner, Stefan Sterzinger, Louie Austen u. v. a. Neueste Label-Zugänge sind David Hebenstreit aka Sir Tralala und das Elektronik-Kollektiv Drahthaus.

monkey. betreibt mit Schallter auch ein Sub-Label vorrangig für Reissues und einen gleichnamigen Plattenladen in der Westbahnstraße 13 in Wien-Neubau.

KünstlerInnen

Sir Tralala, Drahthaus, Prater WG, Gin Ga, Das Trojanische Pferd, The Psychedelic Forces of Sudan, …

Der Ausgangspunkt war, wenn wir uns recht erinnern, Lust an der deutschen Sprache, am Dialekt, an lokalen und regionalen Beobachtungen, Sprachbildern, Gefühlen und Gegebenheiten. Unser Österreich: eine Verortung. Jenseits jedes nationalpatriotischen Kleingeists. Und diesseits eines »Neuen Austropop«, wie er Wanda & Co nachgesagt wird. Dass zwischendurch das Pendel scharf in die Gegenrichtung ausschlug, wo junge Wilde den Altvorderen den nackten Hintern zeigten und alles neu, besser, anders machen wollten und freilich auf keinen Fall Austropop – das ist der natürliche Lauf der Dinge. Der ewige Zyklus von Bewegung und Gegenbewegung, von Anziehung und Abstoßung, von Verehrung und Abscheu. Ernst Molden und Der Nino aus Wien haben sich jedenfalls nix geschissen – und einfach subjektive Lieblingslieder als Steilvorlagen verwertet: Klassiker von Falco, Ambros, Danzer, Heller und Sigi Maron. Das »American Songbook« in Rot-Weiß-Rot, wenn man so will.