Konkord

2005 lassen vier von fast allen Spielarten der Popmusik begeisterte Freunde ein kleines Ruderboot zu Wasser. Und beginnen, gegen den Strom zu rudern. Erste Fahrgäste steigen zu, das Boot nimmt Fahrt auf, wird Hausboot und Heimathafen, wird zum Kreuzfahrtschiff auf den schönsten Flüssen des Planeten Pop, bewohnt von sympathischen Menschen, beladen mit wunderbaren Schätzen aus purem Vinyl.

Warum hast Du das Label gegründet?

Zunächst um die etwas sperrigen elektronischen Beats zu veröffentlichen, die wir selber gebastelt haben. Obwohl wir im Herzen eigentlich Rock N Roller sind. Aber eigentlich fast jede Art von Musik mögen, solange wir sie für gut befinden. So führte eines zum anderen und Konkord ist zum Institut für lässige, zeitgenössische Populärmusik aus Österreich geworden.

Die spannendste/interessanteste Veröffentlichung und warum?

Die Schnitzelbeat-Serie: erstmals wird die Frühgeschichte der österreichischen Rockmusik historisch korrekt und mit grandiosem Spielwitz aufgearbeitet. Rare Aufnahmen aus den Jahren 1957-1973 eröffnen eine ungeahnte Parallelwelt alpenländischen Musikschaffens. Beat, Surf, Garage, R´n´B, Exotica und neu auf Vol. 3: Psychedelic, Folkrock und Proto-Punk. Blanker Wahnsinn weit abseits von Austropop!

Veröffentlichung auf Tonträger oder digital und warum?

Sowohl als auch, aber am liebsten auf schwarzen oder sonderbar gefärbten Vinylscheiben. Und das schon lange vor dem globalen Vinyl-Revival. Weil Schallplatten in keinem Haushalt fehlen sollten und mit Abstand das beste legale Sucht- und Rauschmittel sind.

Wo siehst Du das Label im nächsten Jahrzehnt?

Das Schiff fährt weiter, pflügt leichtfüßig durchs Wasser, immer stromaufwärts, der Sonne entgegen, solange die Maschine läuft.

Links